Gartencenter Pötschke Hortensien

Hortensien finden viele Liebhaber, denn ihre großen, dekorativen Blüten sind sowohl als Beetbepflanzung als auch als Solitärpflanze im Kübel ein Blickfang. Häufig verbindet man sie mit dem Bild der klassischen Bauernhortensie (Hydrangea macrophylla ). Diese wurden Ende des 18 Jahrhunderts aus Japan über Umwege nach Europa gebracht. Die großen Dolden des bis zu 2 Meter hohen Halbstrauches erblühen von Ende Juni bis September in weiß, blau, rosa, rot oder violett.

Die „Endless Summer“ gehört heute zu den beliebtesten Bauernhortensien, denn mit ihr können Sie Ihren Garten über viele Monate schmücken. Sie besitzt die Fähigkeit bereits an den frischen Trieben Blüten zu bilden und dadurch dauerhaft bis in den Herbst üppige Blüten zu bilden.

Neben den klassischen Bauernhortensien, gibt es weitere Mitglieder in dieser Familie, die alle auf ihre Art und Weise besonders sind. Zum Beispiel Hortensien mit traubenförmigen oder tellerförmigen Blütenständen, welche die zart duften oder auch Hortensien die hoch hinaus wollen und jede Hauswand erklimmen.

Dank der Vielfalt in Form, Farbe und Ansprüchen ist für jeden Standort und Geschmack eine passende dabei. Welche ist ihre Lieblingssorte?

Hortensien Sorten

  • Schneeballhortensien (Hydrangea arborescens) verdanken Ihre Namensgebung den kugelrunden, strahlend weißen Blüten. Sie erfreuen uns von Juni bis September mit ihren üppigen Dolden. Im lichten Schatten fühlen sie sich im Gartenbeet sowie im Kübel auf der Terrasse wohl. Die bekannteste Sorte ist die „Annabelle“.
  • Die Blüten der Tellerhortensie (Hydrangea serrata) sind flacher und filligraner als die der Bauernhortensie, zudem ist ihr Wuchs kompakter und ein wenig dichter. Tellerhortensien benötigen einen halbschattigen bis mäßig sonnigen Standort und sind sowohl zur Dekoration auf Balkon, Terrasse und im Garten geeignet. Bekannte Vertreter sind „Bluebird“ und „Rosalba“.
  • Die Samthortensie (Hydrangea aspera) ist in unseren heimischen Gärten eine Seltenheit. Sie wächst bis zu 2,5 Meter hoch und ihre Blätter sowie Triebe sind mit einem grau-weißen Flaum überzogen. Die Scheinblüten der flachen Dolden sind weiß, während die fertilen Blüten auch violett, blau oder rosa sein können. Aufgrund ihrer stattlichen Größe fühlen sich Samthortensien vor allem im Garten wohl.
  • Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) werden bei uns meist zwischen 1,5 und 2 Metern hoch. Abhängig von den Schnittmaßnahmen sind sie als Strauch oder als kleiner Baum erhältlich. Die weißen bis cremefarbigen fliederartiger Rispen verfärben sich zum Teil im Laufe der Zeit in ein zartes rosa. Von Juni bis Oktober entfalten sie nach allen anderen Hortensienarten ihre Blüten.
  • Die Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) ist eine pflegeleichte Rankpflanze, die zur Begrünung von Hauswänden geeignet ist. Sie gehört zu den „Selbstklimmern“ und hält sich durch die Ausbildung von Haftwurzeln mit ihren jungen Trieben am Mauerwerk fest. Neben ihren Kletterkünsten wird sie für ihre weißen Blüten geschätzt. Die Blütezeit beginnt Ende Mai und wird begleitet von einem süßlichen Duft, der an Hollunder und Jasmin erinnert. 

Hortensien pflegen

Der botansiche Name der Hortensie „Hydrangea“ stammt aus dem Griechischen und setzt sich aus den beiden Wörtern „hydro“ für Wasser und „angenion“ für „Gefäß“ zusammen. Die regelmäßige Bewässerung der Hortensien gehört zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen. Dies gilt vor allem für Kübelpflanzen, sie benötigen im Sommer reichlich Wasser. Die Entstehung von Staunässe sollten Sie allerdings vermeiden, denn diese kann schnell zum Welken der Blütenpracht führen. 

Doch regelmäßiges Bewässern alleine reicht noch nicht aus, um die Blühfreude der dekorativen Schönheiten zu erhalten und zu fördern. Hortensien gehören wie Rhododendren, Azaleen und Kamelien zu den Moorbeetpflanzen. Für ein gesundes Wachstum benötigen sie eine nährstoffreiche Spezialerde mit geringem ph-Wert, wie zum Beispiel die COMPO SANA Rhododendron- und Hortensienerde. Mit ihrer 8 Wochen Nährstoffversorgung und dem echten COMPO Guano sorgt sie für eine intensive Blüten- und Blattfarbe.

Bei blauen Hortensien sollten Sie darauf achten nur mit „weichem“ Wasser zu gießen, ansonsten könnte Sie ihre Hortensie im zweiten Jahr mit rosafarbenen Blüten überraschen. Nimmt eine blaue Hortensie eine Rosa- oder Purpurfärbung an, ist dies ein Zeichen, dass der ph-Wert des Bodens nicht den Pflanzenbedürfnissen entspricht und Amluminium als wichtiges Spurenelement fehlt. Rosafarbende Hortensien enthalten den Farbstoff Delphinidin, der in Verbindung mit dem Spurennährstoff Aluminium und einem sauren Boden (ph-Wert ca. 4-5) für die magische Blaufärbung sorgt. Gießt man mit kalkhaltigem Wasser steigt der ph-Wert im Boden an und das Aluminium kann nicht mehr über die Wurzeln aufgenommen werden. Um die Blaufärbung der Blüten von Hortensien zu erhalten oder in diese Umzufärben, können Sie einen Blaufärber verwenden, z.B. COMPO Blaue Hortensien.

Damit Ihre Pflanzen die Kraft haben üppige Blüten und ein sattes Blattgrün zu bilden, sollten Sie eine kontinuierliche Nährstoffversorgung sicherstellen. Dies ist vor allem bei Topf- und Kübelpflanzen aufgrund ihres begrenzten Erdreichs wichtig. Zur Düngung von Hortensien im Haus oder auf Balkon und Terrasse empfehlen wir ihnen die Verwendung eines Spezial-Flüssigdüngers, wie zum Beispiel dem COMPO Hortensien- und Kameliendünger. So erhalten Ihre Pflanzen ein Mal pro Woche mit dem Gießen alle Nährstoffe, die sie für ein gesundes Wachstum benötigen. Für alle Hortensien im Garten eignet sich besonders die Verwendung eines Spezialdüngers, wie zum Beispiel dem COMPO Rhodo- und Hortensien Vital. Er ist für alle Moorbeetpflanzen geeignet und senkt den PH-Wert für ein optimal saures Boden-Millieu.

Hortensien richtig schneiden

Hortensien zu schneiden ist einfacher als Sie vielleicht denken. Wenn man folgende Regeln beachtet, danken es ihnen Ihre Pflanzen mit einer langen Lebensdauer und wunderbarer Blütenpracht:

Damit die Stängel der Rispen- und Schneeballhortensien auch bei schlechten Witterungsbedingungen die Last der Blüten tragen, sollten diese im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Nur so bilden sich kräftige Triebe und ein dichtes Gerüst mit immer mehr Blütenständen.

Bauernhortensien, Tellerhortensien und Kletterhortensien bilden ihre Blüten bereits im Vorjahr aus, entfernen Sie daher direkt nach der Blüte alte Triebe. Vermeiden Sie im Frühjahr einen starken Rückschnitt, sondern entfernen Sie lediglich abgestorbene und erfrorene Pflanzenteile oberhalb der letzten treibenden Knospe. 

Anders als herkömmliche Bauernhortensien nimmt die Sorte „Endless Summer“ einen kräftigen Rückschnitt im Frühjahr und Sommer keineswegs übel. Im Gegenteil, sie treiben wieder aus und blühen in bestechender Pracht weiter.

Hortensien gut durch den Winter bringen

Damit Sie auch im nächsten Jahr das Blütenwunder genießen können, sollten Sie die Hortensien über den Herbst und Winter zum Schutz vor Frost mit Reisig oder Tannenzweigen abdecken. Dies ist besonders wichtig bei Bauern- und Tellerhortensien, da sie ihre Knospen bereits im Vorjahr ausbilden. Alle Hortensien in Töpfen- und Kübeln sollten möglichst an einem frostfreien Ort überwintern. Ist ein Umzug ins Zimmer oder den Wintergarten nicht möglich, kann auch eine windgeschützte und sonnige Stelle auf dem Balkon als Winterquartier dienen. Die Töpfe sollten dann allerdings mindestens einen Durchmesser von 40 Zentimetern aufweisen und zusätzlich mit Vlies oder Sackleinen vor der Kälte geschützt werden.